12.03.11
Früh war ich mal wieder eine Stunde joggen und nachdem Barbara mit dem Wäsche waschen und trocken fertig war, machten wir uns mit der BART (Express-U-Bahn) auf den Weg nach San Fransisco. Dort steuerten wir auf meinen Wunsch sogleich die Station des ‚Cable Car’ (die bekannten drahtseilgezogenen offenen Wagen) an der Market Street an. Dort war auch ein Umzug im Sinne des irischen Feiertags ‚St. Patrick’s Day’ zu sehen bei dem traditionell die Farbe grün dominierte. Außerdem konnte man sehr viele junge Leute, welche nicht unerheblich viel Alkohol konsumierten, mit grünen Mützen, Schals und Kleeblatt-T-shirts beobachten. Derweil mussten wir uns an eine relativ lange Schlange der Cable Car Station anstellen und nachdem wir ca. 30 Minuten gewartet und je 5 Dollar für die Fahrkarte bezahlt hatten, konnten wir endlich unseren Waggon besteigen. Das Cable Car brachte uns durch die zum Teil sehr steilen Straßen bis zur Küste zur Fisherman’s Dwarf (Hafenviertel). Dort gab es ein Schiffsmuseum, natürlich etliche Geschäfte und eine Art kleinen Rummel. Doch am beeindruckendsten waren die Seelöwen am Pier 39. Dort lagen mehr als 30 Seelöwen unterschiedlicher Größe und Alters auf schwimmenden Stegen. Obwohl der Großteil schlief oder döste, war doch immer etwas Action. Nachdem wir die Seelöwen genug beobachtet hatten machten wir uns auf den Weg zum Boit Tower, einem Aussichtsturm auf dem Telegraph Hill, einer der höchsten Hügel der Stadt. Nach einem ordentlichen Anstieg über Treppen erreichten wir den Tower, in dessen Inneren Wandgemälde zu bestaunen sind, die zur Zeit des Baus (1933) für Kritik sorgten, da sie zum Teil kommunistische Motive zeigten. Nach weiteren 5 Dollar Eintritt für den Fahrstuhl nach oben, konnten wir eine fabelhafte Aussicht auf die Stadt und die Bay Area genießen. Nachdem ich genug Aussichtsfotos geschossen hatte liefen wir durch China Town, wo es viele Läden mit allem möglichen Krims Krams gab. Von der Market Street nahmen wir einen Bus Richtung Golden Gate Park, um dort einen Freund von Barbara in einem Café zu treffen. Leider kamen wir etwas über eine halbe Stunde zu spät (auch weil der Bus extrem voll und langsam war) und er war nicht mehr dort anzutreffen. Im Café bestellte ich dann aus Versehen einen feurig-scharfen Wrap. Die Versuche, die Schärfe mit meinem ebenso recht würzigen Vanille-Chai-Tee runterzuspülen, misslangen und so hatte ich am Ende wenigstens freie Atemwege. Auf dem Rückweg nach Berkeley konnte man etliche besoffene, junge und vor allem grün gekleidete Leute von der St. Patrick’s Day Feierlichkeit sehen und ich fühlte mich ein wenig wie in der Heimat nach dem Baumblütenfest in Werder ;-)=
![]() |
| San Francisco II |

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen