Dienstag, 21. Juni 2011

Schweiz: Zürich

16.-20.06.11
Nach einer guten Stunde Flug kam ich ohne Stress in Zürich an. Ich fuhr mit dem Zug vom Flughafen zum Hauptbahnhof in die Innenstadt. Mit meinem doch recht schweren Rucksack besichtigte ich dann die Altstadt westlich und östlich der Limmat, dem Abfluss des Zürcher Sees. Ich ging die berühmte Bahnhofsstrasse, eine Einkaufsstrasse, entlang und schaute in einige Kirchen, den Großmünster und Fraumünster. Ich ging zum Bürkliplatz am Ufer des Zürcher Sees und auf den Lindenhof, von dem man einen herrlichen Blick auf die Altstadt hat. Danach ging ich auf eine Erhebung bei der ETH Zürich auf der anderen Seite der Limmat.
Auf der Suche nach free WiFi wurde ich allerdings enttäuscht. Man konnte allerdings das Internet, z.B. bei Starbucks, bezahlen! Soviel zu der Stadt, welche lange Zeit als Stadt mit der höchsten Lebensqualität galt (ist jetzt Wien). Bei McDonalds brauchte man auch noch einen Kassencode um auf die Toilette zu gelangen. Aber ich will nicht meckern, denn die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren super, kommen auf die Minute und es gibt überall Informationen. Etwas geschockt war ich jedoch über die Preise. Alles war sehr teuer hier, ca. 1,5 bis 2 Mal so teuer wie in Ostdeutschland. Da muss man hier schon entsprechend verdienen.
Später fuhr ich dann zu Kerstins Arbeitsstelle, einer sehr angesagten Osteopathen- und Physiotherapeuten-Klinik. Von dort fuhren wir zu ihrem Heim, wo Dimitri, der Britisch Kurzhaarkater schon wartete. Micha kam erst später von Arbeit. Die Mieten sind hier extrem hoch. Aber zumindest hat jedes Haus einen Atombunker im Keller ;-)=

Am Freitag fuhren Kerstin und ich zum Züricher Zoo. Dieser war wirklich schön, da alles sehr grün ist und die Tiere ordentlich Platz in den Gehegen haben. Momentan wird auch ein riesiges Elefantengehege gebaut und sie haben Tigernachwuchs. Ein anderes Highlight im Park ist die riesige Masoala-Regenwaldhalle.
Danach fuhren wir in die Altstadt, wo wir kurz ins Merkur-Schokoladenhaus gingen und anschließend den Alten Botanischen Garten besichtigten.
Abends gingen wir zusammen mit Micha in einen Italiener Pizza essen. Die Pizzas mit umgerechnet ca. 15,50 EUR gehören hier laut Micha & Kerstin noch eher zu den preiswerten Varianten.
Zoo & Botanischer Garten

Samstag regnete es stark, weshalb wir uns für einen Kinobesuch am Nachmittag entschieden. Wir schauten ‚X-Man, Die erste Entscheidung’ in Sihlcity, einem großen Einkaufszentrum. Der Film war wirklich gut gemacht und vor allem spannend.
Danach gingen wir nach Hause etwas essen und abends ging ich mit Micha in einen Irish Pub ein paar Kilkenny trinken. Der Pub wurde in eine Art Disco umfunktioniert mit DJ, welcher schrecklich laute Tanzmusik spielte. Nur Tanzen wollte niemand. Deshalb mussten wir uns ziemlich anschreien. Dann fragte noch ein ‚netter’ Schweizer aus einer recht lauten Gruppe ob er einmal das Kilkenny von Micha probieren könnte und trank es dann frecherweise auf ‚ex’ aus. Damit waren wir aber nicht so ganz einverstanden. Er holte daraufhin ein neues Bier. Anschließend fragten sie uns noch ob sie unseren Platz haben könnten, da noch mehr Leute von ihnen kämen. Wir sagten zu, knüpften das aber an die Bedingung, dass sie uns eine Runde Kilkenny spendieren müssten (zumindest für mich ganz angenehm, bei einem Preis von ca. 7,70 EUR pro Kilkenny!). Außerdem war die Truppe sowieso zu laut.
Regensamstag

Am Sonntagvormittag wollten wir dann eigentlich Wandern gehen. Aber schon auf den ersten Metern ergoss sich ein Schauer über uns, weshalb wir entschieden ins Kunsthaus zu gehen. Im Kunsthaus sind Gemälde und Skulpturen von bekannten Künstlern des Mittelalters, des Impressionismus und auch der Moderne ausgestellt. Ich fand besonders die impressionistischen Gemälde beeindruckend, unter anderem von Monet, Gauguin, Cézanne und van Gogh. Aber auch Werke von Matisse, Picasso und Edward Munch waren zu bestaunen.
Nach etlichen Stunden im Museum fuhren wir zu Micha & Kerstin. Dort tranken wir Kaffee und aßen Apfelstrudel. Danach machte ich mich noch mal auf in die Innenstadt zum Ufer des Zürichsees. Ich lief am Quai entlang, durch einen Park und am Schwimmbad des recht sauberen Zürichsees vorbei.
Kunsthaus & Quai

Montagfrüh stand ich mit Kerstin & Micha auf. Sie gingen beide zur Arbeit, ich hinauf zum Uetliberg. Zuvor brachte ich jedoch meinen schweren Rucksack in ein Schließfach am Hauptbahnhof. Mit der Bahn fuhr ich zum Stadtrand und dann ging es 1 Stunde bergauf zum Gipfel des Uetlibergs. Dort gab es sogar einen Aussichtsturm, von dem man einen guten Überblick über die Region hatte. Der Ausblick war einfach herrlich. Man konnte auf Zürich und den Zürichsee hinabschauen und sah am Horizont auch noch die Alpen, dessen Gipfel sich in Wolken versteckten. Ich genoss eine Weile den Ausblick und machte mich dann wieder an den Abstieg. Ich wählte eine andere noch steilere Route, was ich bald in meinen Schenkeln und Füßen merkte. Aber die Schweizer sind schon ein bissl wander-verrückt. Ich sah auf dem echt steilen Weg eine Mutter mit Kinderwagen und eine andere mit Tragetuch. Außerdem hatten sie den Wanderweg mit Laternen versehen, natürlich durchnummeriert!
Danach schaute ich mir in der Innenstadt das Gebäude der Universität und noch mal die ETH Zürich von innen an. Die alten Gebäude sind schon beeindruckend und überall gibt es Lichthöfe, wo die Studenten sitzen und arbeiten können. Schade war nur, dass am Montag die Museen ihren Ruhetag haben. Ich konnte deshalb auch nicht ins Zoologische Museum der Universität gehen. Und der Eintritt wäre auch noch frei gewesen. Das Schweizer Landesmuseum, welches in einem sehr hübschen Haus untergebracht ist, konnte ich mir auch nur von außen anschauen. Ich kaufte noch etwas original Schweizer Schokolade im Merkur-Geschäft und wartete auf meinen Flug zurück nach Berlin.
Uetliberg & Altstadt II

Ungarn: Szombathely – Köszeg – Budapest

11.-14.06.11
Nach der erfolgreichen Verteidigung meiner Doktorarbeit am Donnerstag und anschließendem Besuch im Pub ala Pub machte ich mich am nächsten Tag leicht verkatert mit dem Nachtzug auf nach Ungarn. Bedingt durch das Pfingstwochenende konnte ich leider keinen Liegeplatz mehr ergattern und musste also die 14 Stunden Zugfahrt im Sitzen verbringen. Wie ‚angenehm’! Zumindest waren die Leute in meinem 6er Abteil recht angenehm. Am Bahnhof Keleti in Budapest wartete Barbara auf mich und wir fuhren auch gleich weiter in ihre Heimatstadt Szombathely. Das hieß dann noch mal 3 Stunden Zugfahrt. Endlich nach 21 Stunden Fahrt in Szombathely angekommen holten uns ihre Eltern ab. In ihrem Haus gab es erstmal ein kühles Bier im warmen Garten für mich. Abends wurde eine leckere Gulaschsuppe in einem Kessel über Feuer zubereitet.
Am nächsten Tag fuhren Barbara und ich mit dem Fahrrad nach Gencsapáti, einem kleinen Dorf außerhalb von Szombathely. Dort war ein Dorffest, bei welchem unter anderem ungarische Volkstänze aufgeführt wurden. Am Nachmittag machten Barbara und ich einen Spaziergang mit dem Hund ihrer Eltern (Blanka) um einen Staussee. Am Abend machten wir mit ihren Eltern einen Ausflug in die Altstadt von Szombathely, welche für mich einen speziellen Charme hat.
Szombathely & Gencsapáti

Am Pfingstmontag machten wir einen Ausflug mit Barbara’s Eltern. Zuerst besuchten wir einen ungarischen Gedenkpark + Feriendorf (Novákfalva), wo ungarische Geschichte dargestellt und verschiedene alte Häuserformen nachgebaut wurden. Danach waren wir kurz in einem Buchenwald eines naheliegenden Naturparks spazieren. Von einem dortigen Hügel hatte man auch einen Ausblick auf die Stadt Szombathely. Dann besuchten wir Köszeg, eine kleine Stadt and der Grenze zu Österreich. Die Stadt hat eine sehr schöne Altstadt, welche aber momentan stark restauriert wird. In Köszeg besichtigten wir neben der Altstadt auch ein Marzipanmuseum.
Novákfalva & Köszeg

Am nächsten Morgen ging es mit dem Zug nach Budapest. Dort waren wir eine Weile in einem der vielen Teehäuser bevor wir zu einem bekannten Masseur von Barbara gingen. Bei diesem erhielten wir beide jeweils eine einstündige Ganzkörpermassage. Diese war wirklich gut und entspannend. Er ging auch auf mein Problem im Rücken ein.
Budapest

Im Anschluss machten wir uns mit dem Nachtzug auf den Weg zurück nach Deutschland. Wir hatten ein bisschen Pech mit unserem Abteil, da eine deutsche Studentin von Budapest zurück nach Deutschland zog und dadurch extrem viel Gepäck bei sich hatte, welches irgendwie in unserem Abteil untergebracht werden musste...

Abschlussbericht: Berkeley - USA

under construction ...