14.-18.02.11 (Mo-Fr)
Kurz ein paar Worte zur Konferenz/Tagung:
Diese startete jeden Tag um 8 Uhr mit Vorträgen. Wenn keine allgemeinen Vorträge für Jeden im großen Hörsaal stattfanden, dann liefen kurze Vorträge der Wissenschaftler parallel in 12 Vortragssälen. Man suchte sich also zuvor die Vorträge heraus, welche einen interessieren und hörte dann zu. Die normalen Vorträge waren 12 Minuten lang und im Anschluss war 3 Minuten Zeit, um dem Vortragenden Fragen zu stellen. Ich assistierte am Montag in einem Vortragsraum. D.h. ich stellte den Timer für die Vortragenden und managte das Licht oder das Mikrofon. In diesem Raum fand eine spezielle Vortragsreihe organisiert von meinem Chef statt. Diese wollte ich mir sowieso anhören, weshalb der Job für mich kein Hindernis war. Ich bekam dafür sogar noch einen Check von 100 Dollar (ca. 73 EUR).
Am Dienstag und Donnerstag war noch eine zweistündige Postersession. Bei dieser traf man die Leute, wie z.B. mich, an ihren Postern an und konnte über die jeweiligen Forschungsergebnisse diskutieren. Ich gewann überraschenderweise einen Preis für mein Poster, welcher voraussichtlich mit 100 Dollar dotiert ist. Dabei hatte ich ja nur 3 Stunden für die Erstellung des Posters Zeit gehabt. Tja, manchmal ist weniger eben mehr. Mein Poster war nämlich schön übersichtlich. Insgesamt gewannen wohl 10 Leute einen Posterpreis. Während der Konferenz hatte ich ein paar Besprechungen mit Alex (meinem Chef) und unserem Kooperationspartner aus Konstanz. Barbara hatte Mittwoch früh ihren Vortrag, den sie fast verpasste, da wir in den falschen Bus einstiegen. Dieser brauchte 40 statt der üblichen 10 Minuten zum Konferenzzentrum. Wir trafen 10 Minuten vor beginn ihres Vortrags ein!
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| Ich vor meinem Poster |
Am Mittwochabend nahm uns unsere Vermieterin Zoraida mit zu einem Bomba-Abend in einer netten kleinen Bar in Rio Piedras (Uni-Viertel von San Juan). Mit von der Partie war auch Josh aus Arizona (USA), der als ‚couch surfer’ auch bei Zoraida untergebracht war. Wir kamen noch vor Beginn der Veranstaltung und hatten deshalb die Gelegenheit mit einem der Trommler von der Bomba-Band zu sprechen. Er erklärte uns wie Bomba hier im Wesentlichen funktioniert: 2 der 3 Trommler geben einen Grundrhythmus vor und sobald eine einzelne Tänzerin (oder ein einzelner Tänzer) in die Mitte der Tanzfläche kommt, bestimmt diese durch ihre Bewegungen den Rhythmus der 3. Trommel. Das sah wirklich sehr gut aus und es gab oft eine bemerkenswert gute Kommunikation zwischen Trommler und Bomba-Tänzerin. Ich mag ja sowieso die ‚afrikanischen’ Trommeln, aber ich selbst hätte solch eine Geschwindigkeit nicht geschafft.
Am Donnerstagabend fuhren wir mit Josh und seinem Freund Patrick aus Canberra (Australien) noch mal nach Rio Piedras. Dort sollte ein Straßenfest stattfinden. Es war aber nicht so stark besucht oder schon fast vorbei, weshalb wir zu einer sehr beliebten Bar gingen. Dort wurde in Massen ‚Chichaito’ verkauft, ein Schnaps der im Geschmack sehr stark an Ouzo erinnerte:
Es war so voll, dass die Leute draußen auf der Straße standen und ihre alkoholischen Getränke konsumierten, was allerdings hier nicht erlaubt ist und mit einer Strafe von bis zu 500 Dollar geahndet werden kann.
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| Nightlife |
Am Freitagnachmittag nahmen wir an einer kurzen Exkursion, welche im Tagungsprogramm angeboten wurde, teil. Es ging mit dem Boot und einem Tourguide in das Brackwassergebiet (‚Estuary’) von San Juan. Der Tourguide erklärte uns wie das stark verschmutzte Gebiet in seiner Qualität verbessert werden soll. Wir sahen Mangroven und etliche Vogelarten. Sehr häufig waren große Leguane zu beobachten, welche aber nicht einheimisch sind. An manchen Stellen in Puerto Rico werden die vegetarischen Leguane zum Problemfall, da sie in großen Massen die Landwirtschaft schädigen können. Von der Regierung wird jetzt angestrebt, den Leguan attraktiv für den Speisezettel der Inselbewohner zu machen. In anderen Ländern werden Leguane ja auch gegessen. Aber bisher waren die Bemühungen der Regierung weniger erfolgreich.
Nach der sehr informativen und sonnigen Bootstour gingen wir nach Old San Juan und schauten uns die Burganlage und die Stadtmauer genauer an. Die Spanier hatten die Burganlagen gebaut um den Hafen als Eingangstor zur Karibik zu schützen. Puerto Rico war die erste Insel auf der die Schiffe aus Europa früher ihre Vorräte wieder auffüllen konnten. An der Stadtmauer wurde insgesamt 250 Jahre lang gebaut!
Danach besuchten wir eine Rum-Bar, natürlich mit lauter Musik und trafen uns später mit Adisel, Franjo, Melanie, Maike, Marcus & Stefanie zum Abendessen.