09.02.11 - Letzter Tag vor der Abreise
Leider war der Stress noch nicht vorbei. Einen Tag vor Abreise musste ich noch mein Poster für den kommenden Kongress in Puerto Rico anfertigen. Dafür erübrigte ich dann ganze 3 Stunden und schickte dieses per Email nach Puerto Rico. Es wird dann im Kongresscenter gedruckt. Nun hatte ich noch 3 Stunden Zeit meine Sachen für 2,5 Monate zu packen. Zuvor hatte ich leider überhaupt keine Zeit. Deshalb packte ich alles Mögliche in meinen ziemlich großen Koffer. Ich packte bis zur letzten Minute und siehe da, mein Koffer wog 21,5 kg. Das ist ziemlich viel für jemanden wie mich, der normalerweise nur mit einer Hand Schlippa und 3 T-Shirts in den Urlaub fliegt. Aber es blieb keine Zeit mehr zum Auspacken, meine Mutter musste mich schnell zum Zug bringen. Mit dem ging es dann nach Potsdam zu Barbara, um dort die letzten Sachen für die Reise vorzubereiten.
08.02.11 - Fertigstellung der Doktorarbeit
Nach einer arbeitsintensiven Nacht bis um 1 Uhr stand ich 7 Uhr auf, leicht fertig aber hellwach. Schließlich wollte ich an diesem Tag meine Dissertation (Doktorarbeit) abgeben. Da ich so viele Sachen zu erledigen hatte, musste ich das Auto benutzen. Dabei wollte ich doch noch meine Danksagung im Zug nach Potsdam schreiben. Nach einer Stunde Fahrt von Jeserig zur Maulbeerallee am Botanischen Garten im Park Sanssouci war ich um 9:30 im Büro. Nach den letzten sporadischen Überprüfungen meiner Arbeit auf dem PC fing ich mit dem Drucken an. Ok, 4mal 150 Seiten ist nicht so viel und für einen Laserdrucker keine Hürde. Nachdem ich dann die extra ausgedruckten Farbabbildungen einsortiert hatte, konnte ich gegen Mittag zum PrintExpress an der Wilhelmgalerie aufbrechen. Der Copyshop gehört meinen Verwandten, aber man wird auch als normaler Kunde super bedient (Achtung Schleichwerbung). Die 4 Exemplare waren schnell gebunden und ab ging es nach Golm zum Promotionsdekanat, wo ich meine Arbeit abgeben wollte. Zuvor rannte ich aber noch zu diversen Stellen um mir nötige Unterschriften zu besorgen. Doch schließlich konnte ich die Arbeit abgeben. Erleichterung stellt sich allerdings nicht sofort ein, da noch ein paar organisatorische Sachen nicht stimmten. Das hieß, ich musste mich wieder auf den Weg nach bestimmten Unterschriften machen. Erinnerte mich ein wenig an die Suche von Asterix & Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38?? in einer römischen Behörde. Am Ende war jedoch das Meiste geregelt und der Rest ließe sich mit Emails abarbeiten. Zurück in meinem Büro räumte ich unverzüglich meinen Schreibtisch, da jemand Anderes demnächst auf meinen Platz kommen würde. Ein bisschen Wehmut macht sich da schon in mir breit. Hat mir die Arbeit an der Uni doch sehr gefallen. Vermissen werde ich den schönen Standort im Park und vor allem die netten Kollegen. Aber keine Zeit für diese Sentimentalitäten, denn ich musste schnell nach Belzig zur Krankenkasse, dort meine Versicherung ändern lassen (da ich nun nicht mehr über das Arbeitsamt versichert bin) und noch einen zusätzlichen Auslandreisezusatzschutz beantragen. Der normale private Auslandreisezusatzschutz gilt meist nur für 43 Tage im Jahr. Da ich aber 70 Tage verreise muss ich ab dem 43. Tag extra etwas bezahlen. Zwei Tage vor Abreise wurde es auch Zeit diese Versicherung abzuschließen. Zu Hause konnte sich dann endlich Erleichterung einstellen. Nachdem ich meinen Eltern von der erfolgreichen Abgabe meiner Doktorarbeit berichten konnte, realisierte ich erst richtig, dass nun das Projekt der letzten 4 Jahre zu Ende ist.
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