21.02.11
Mit Barbara ging ich früh am Strand kurz joggen. Der Sand ist nahe am Wasser sehr fest, was das Joggen erleichtert. Am Ende des Strands befand sich ein alter bunt bemalter Panzer im Wasser. Dieser rostende Koloss ist ein Überbleibsel der amerikanischen Streitkräfte, als diese die Insel für ihre Übungsmanöver nutzten. Dort konnten wir auch etliche Pelikane von Nahem beim Fischen beobachten. Wieder im Hotel angekommen, gab es kurz Frühstück, bestehend aus einigen Riegeln und Chips. Danach wanderten wir auf einen nahegelegenen Hügel, um von dort einen Ausblick auf den Strand zu haben. Wir sahen eine weibliche Hirschkuh und einige Vögel, konnten aber nicht unser eigentliches Ziel, ein einsames Rangerhaus auf der Spitze des Hügels, erreichen. Viele Wege waren aus Naturschutzgründen gesperrt. Wieder unten angelangt, gingen wir an den Strand. Die Wellen waren zum Teil gigantisch. Eine Welle brachte mich zum Überschlagen, es knackte unangenehm in meiner Wirbelsäule und ich rengte mir halb den Arm aus, bei dem Versuch mir nicht das Genick zu brechen. Danach verließ ich erstmal das Wasser, um mich zu fangen. Gegen Mittag checkten wir aus und suchten am Strand ein paar Kioske auf, um etwas zu essen. Während Franjo und Adisel am Strand blieben, liefen Barbara und ich zu einem Strand der nicht mit dem Auto zu erreichen ist. Dort lagen etliche Boote vor Anker und einige Leute schnorchelten. Wir beobachteten die Leute eine Weile und machten uns danach auf den Weg zurück nach San Juan. Wir waren etwas traurig, weil sich unsere Zeit im karibischen Paradies dem Ende neigte. An der Fähre traf ich ein paar Deutsche aus München von der Konferenz. Unser Gespräch wurde unterbrochen, da die Fähre schon eine Stunde früher fuhr.
Wieder in unserer Unterkunft angekommen sprachen wir noch eine Weile mit unserer Vermieterin Zoraida und bezahlten unser Zimmer (10 Dollar pro Person und Übernachtung).
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| Culebra I |
20.02.11
6:30 Uhr kamen Adisel und Franjo zu uns und wir machten uns auf den Weg zur beliebtesten Ausflugsinsel Culebra. Wir fuhren eine Stunde mit dem Auto zum Ort Fajardo. Von dort fährt eine vom Staat geführte Fähre nach Culebra. Wir standen ca. 1,5 Stunden für Tickets an, welche man nicht im Voraus kaufen kann. Kurz bevor wir den Schalter erreichten waren die Tickets für die 9 Uhr Fähre ausverkauft und die nächste sollte gegen 15 Uhr fahren. Adisel und Franjo diskutierten noch 15 Minuten mit der Ticketverkäuferin, ob es nicht noch möglich wäre auf die Fähre zu kommen, da wir nur leichtes Gepäck hatten. Aber es half nichts, der verantwortliche Fährmann ließ sich nicht überzeugen und wir kauften Tickets für die spätere Fähre. Da wir nun 6 Stunden tot zu schlagen hatten, wollten wir mit dem Auto an einen Strand in der Nähe fahren. Zuvor hatten wir allerdings noch den Parkplatzwächter zu überzeugen, uns dass Auto zurückzugeben, ohne noch mal die Parkplatzgebühren (20 Dollar für 2 Tage) zu bezahlen, wenn wir zurückkämen. Nach einen Frühstück in einem natürlich sehr stark klimatisierten Restaurant einer Puerto Ricanischen Fastfoodkette (hier gab es mal ein vegetarisches Sandwich und leckeren süßen Griesbrei) fanden wir einen netten Strand mit grobem Sand. Ich schwamm mal mehr als 40 Minuten am Stück, was im Meer schon eine Herausforderung ist. Durch die Wellen schluckt man mehr Salzwasser als einem lieb ist. Außerdem nesselten mich anscheinend Quallen, da meine Haut an zwei Stellen ziemlich stark brannte. Egal, Hauptsache mal ein bisschen Bewegung.
Die Fähre fuhr ca. 2 Stunden nach Culebra. Dort angekommen, ging es mit einem Taxibus zum schon reservierten Hotel am schönsten Strand der Insel (52,50 Dollar pro Person und Übernachtung). Der Flamenco Beach hatte herrlichen, weißen, sehr feinkörnigen Sand. Außerdem herrschte eine starke Brise, weshalb es ordentliche Wellen gab. Ich stützte mich zugleich in die Wellen. Aber es blieb nicht mehr so viel Zeit fürs Baden, da auch hier Winter ist und es gegen 19 Uhr schnell dunkel wird. Am Abend waren wir so müde, dass wir schon gegen 9 Uhr ins Bett gingen.
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| Culebra II |


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