Dienstag, 26. April 2011

San Francisco VI – Mission & North Beach

19.04.11
Am letzten Tag vor der Abreise wollten wir es uns nicht nehmen lassen, noch einmal San Francisco zu besuchen. Es gab und gibt immer noch viele Stellen in der Stadt zu entdecken. Zuerst gingen wir zur Mission Dolores, einer alten spanischen Mission im Herzen von San Francisco. Dort gibt es eine Kapelle, eine sehr schöne (innen wie von außen) große Kirche (Basilica), ein Museum und einen Friedhof zu bestaunen. Informationen zu den Sehenswürdigkeiten kann man einer Broschüre (auch in Deutsch) entnehmen. Danach gingen wir zum Mission Park und aßen dort auf dem Rasen eine leckere Pizza. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Stadtteil North Beach, wo sich auch das italienische Viertel, Little Italy, befindet. Ich trank dort einen Kaffee und wir teilten uns ein Tiramisu. Zum Schluss schauten wir uns noch die kurvenreichste Strasse, ein Stück der Lombard Street an, welche durch einen Herbie-Film berühmt wurde. Von dort konnten wir noch einmal letzte Blicke auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge werfen.
Danach ging es zurück nach Berkeley zur Wohnung, wo wir für unsere Abreise packten.
Good bye Berkeley, ich werde dich vermissen!

San Francisco VI

Mount Diablo, Black Diamond & Port Costa

17.04.11
Wir unternahmen einen Sonntagsausflug mit Perrine & Constant, einem Pärchen aus Paris, welche im McGee-Haus untergebracht sind. Perrine macht ein Praktikum bei Neo, Constant eins an der Universität. Beide sind Studenten an einer französischen Fachhochschule des Militärs, aber selbst keine Soldaten. Wir holten sie Vormittags mit dem Mietauto ab und fuhren zuerst zum Mount Diablo, besser gesagt suchten den Weg dorthin mit ungenügenden Karten und Fragen. Unser Mitbewohner Ven hatte uns den Gipfel des Bergs kurz vor dem losfahren empfohlen, weshalb ich den Weg nicht genau geplant hatte. Ich dachte, dass man den Weg relativ einfach finden würde.. aber dem war nicht so. Wir verfuhren uns etliche Male und mussten mehrfach nachfragen, was nicht ganz so einfach hier ist, da man kaum jemand zu Fuß auf der Straße antrifft. Schließlich fanden wir unseren Weg und kamen auf dem Gipfel an. Von dort hatte man einen herrlichen Ausblick, obwohl ich schon langsam mit herrlichen Ausblicken gesättigt bin. Wir machten einen kleinen Rundgang um den Gipfel und fuhren dann weiter zum Black Diamond Mines Park, welchen niemand zu kennen schien, nicht mal die Parkwächter vom Mount Diablo Regional Park. Wir kamen leider zu spät dort an, um noch eine Führung durch die Mine zu machen. Stattdessen wanderten wir durch die sehr interessante Wiesenlandschaft. Das Gebiet war einmal um ca. 1900 Kaliforniens größtes Steinkohleabbaugebiet. In der Landschaft stach auch der Rose Hill Cemetery, ein Friedhof mit altertümlichen Grabsteinen, hervor. Nach einer längeren Wanderung fuhren wir nach Port Costa, einem abgelegenen kleinen Ort in einer Bucht. Dort aßen wir einen köstlichen Spinatsalat (hätte nicht gedacht, dass man davon satt werden kann) im Bull Valley Restaurant und gingen danach ins Warehouse Café, einer wirklich speziellen Kneipe. Die Einrichtung im Warehouse Café ist sooo was von interessant, z.B. haben sie dort sogar einen Rekordeisbär stehen (natürlich ausgestopft). Die Leute darin waren auch speziell, ein wirklich cooler Ort.

Mt.Diablo & Black Diamond

Donnerstag, 21. April 2011

Berkeley - Küste

16.04.11
Am Nachmittag schaute ich Barbara bei ihrer letzten Übungsstunde des indischen Tanzes ‚Bharatnatyam’ zu. Die Lehrerin war echt nett und bot uns am Ende auch noch etwas getrockneten Mangosaft in Scheiben geschnitten an (übrigens sehr lecker). Danach fuhr ich mit dem Fahrrad zur Küste von Berkeley, wo ich mir eine Halbinsel anschaute, auf welcher sich ein Yachthafen und ein Park befinden. Unter anderem fand dort auch ein Volksfest mit etlichen Infoständen über Umweltthemen statt. Von der Halbinsel führte auch ein Pier mindestens einen Kilometer in die Bucht Richtung San Fransisco. Ich musste mit meinem Fahrrad fahren, um das Ende des Steges zu erreichen! Auf dem Steg konnte man etliche Angler beim fischen beobachten. Der Cesar Chavez Park war eher unspektakulär, da er nur auch einer großen Wiese bestand, aber etliche Leute ließen dort Drachen steigen.
Berkeley - Küste

Am Abend gingen wir zu einer Tanzperformanz der Universität: ‚Berkeley Dance Project 2011: Stream’:
Von den drei ‚Contemporary Dance’ Stücken gefielen mir 2 recht gut.

Berkeley - Firetrail

15.04.11
Am Freitagvormittag trafen wir uns mit Pascal und Angela zu einer Wanderung in den Hügeln von Berkeley in der Nähe des Botanischen Gartens. Wir gingen ein Stück gemeinsam einen gut ausgebauten Pfad, den Firetrail, entlang und machten einen Abstecher durch einen Redwoodhain (Woodbridge Metcale Grove). Wir trafen wieder einmal Jemanden mit sehr vielen Hunden und erfuhren, dass es sich dabei um ‚day care’ (Tagesbetreuung) handelt. Der Hundebetreuer meinte, dass etliche Leute mit zu viel Geld zu wenig Zeit für ihre Hunde haben und diese dann in die Tagesbetreuung geben. Eine recht gute Sache für die Hunde und in Deutschland meines Wissens nach noch unterrepräsentiert. Danach mussten Angela und Pascal zurückkehren, da Pascal zu einem Flug musste. Barbara und ich wanderten noch eine Stück weiter und kamen auf einen richtig schönen Panoramaweg, von dem man einen herrlichen Ausblick auf Oakland, Berkeley und San Francisco hatte. Auf dem Rückweg sahen wir viele blühende Pflanzen und Tiere und es war herrlich warm. Nach der Wanderung stärkten wir uns mit Pizza vom Cheese Board, einer sehr beliebten Location mit täglicher Livemusik. Die Pizza ist dort sehr günstig, weshalb wir schon öfter eine Schlange von bis zu 30 Leuten gesehen haben!
Berkeley - Firetrail

Muir Woods

13.04.11
An diesen Mittwoch fuhren wir mit dem Franzosen Pascal und der gebürtigen Kalifornierin Angela in den Muir Woods Regionalpark. Pascal ist vorübergehend via Couchsurfing bei Angela untergebracht und beide haben auch über Couchsurfing Mitfahrer nach Muir Woods gesucht, um die Mietwagenkosten zu teilen. Sie holten uns mit einem Mini Cooper-Cabrio ab, so das wir noch mal richtig den ‚California Way of Life’ mit Sonne und offenem Verdeck genießen konnten.
Im Muir Woods Park ist ein Tal mit den riesigen Küstenmammutbäumen in sehr ursprünglichem Zustand. Durch das Valley führt ein gut zugänglicher Pfad an dem etliche Informationstafeln über den Wald oder den geschichtlichen Hintergrund informieren. Unter anderem wurde genau an diesem Ort 1945 die United Nations (UN) gegründet! Nach der Besichtigung des Tals fuhren wir noch auf eine der höchsten Erhebungen von der man einen herrlichen Ausblick auf den Ozean, die Bucht und San Francisco hatte.
Muir Woods

Montag, 11. April 2011

Sunday Mornings

10.04.11
An diesem Sonntag konnten wir nicht ausschlafen, da wir gegen 10:30 Uhr zu einer Tanzparty in Oakland mit Barbaras Chef und Lebensgefährtin verabredet waren. Tanzen am Sonntagvormittag? Klingt ein bisschen komisch, ist aber wahr und das ganze auch noch ohne Alkohol, denn der ist bei den ‚Ecstatic Dance’ Partys generell verboten. Wir quälten uns also nach dem gestrigen Kneipenabend in San Francisco aus dem Bett und fuhren mit der BART nach Oakland, einem Stadtteil neben Berkeley. Die Party fand in einer großen Halle statt, siehe Foto auf der Homepage: http://ecstaticdance.org/sunday/
Wie ich ohne Alkohol am Sonntag um die Mittagszeit in Tanzstimmung kommen sollte war mir noch ein Rätsel, aber da alle anderen Leute tanzten und die Musik nicht so schlecht war, machte ich einfach mit. Leute komplett unterschiedlichen Alters tanzten nach der eher Electro-Beat-lastigen Musik wie sie wollten. Die wenigen Leute die nicht tanzten, machten an der Seite Yoga oder gaben sich Massagen. Andere Leute tanzten auch das von Barbara praktizierte ‚contact improvisation’, einer Art Körperkontakttanz, bei dem man den Körper anderer Leute nutzt, um improvisatorische Elemente zu vollführen. Mit Barbara machte ich dann auch meine ersten contact improvisation Erfahrungen. Die ‚Ecstatic Dance’ Partys, welche natürlich nicht auf vormittags beschränkt sind, haben wohl hier ihren Ursprung und es gibt sie mittlerweile auch in anderen großen Städten wie Berlin. Am Anfang war ich etwas skeptisch der Party gegenüber, aber am Ende hat es echt Spaß gemacht. Als die Leute am Ende aber einen Kreis bildeten und sich an den Händen fassten, um der ‚community’ ihre Gedanken zu erzählen, war uns das dann doch zuviel und wir gingen.

San Francisco V – Golden Gate Park

09.04.11
Am Samstag fuhren wir mal wieder nach San Francisco und setzten unsere Erkundung des Golden Gate Parks fort. Das letzte Mal hatte es zu stark geregnet und wir mussten den Besuch des Parks abbrechen. Diesmal hatten wir herrlichen Sonnenschein bei jedoch recht kaltem Wind. Zuerst schauten wir uns ein großes Gewächshaus (Conservatory of Flowers) mit diversen tropischen Pflanzen an. Sie hatten auch eine Sonderausstellung über giftige Pflanzen in Natur und Garten mit interessanten Geschichten auf Infotafeln dazu. Danach gingen wir in den Japanese Tea Garden, einem zur EXPO-Ausstellung eingerichteten japanischen Garten, welcher gerade jetzt mit blühenden Kirschbäumen besonders schön aussah. Auf dem Weg zum im Park befindlichen Bisongehege kamen wir an Übungsteichen für Fliegenfischer vorbei. Der Golden Gate Park bietet Vieles und ist 5 Kilometer lang und ca. 800 Meter breit. Mich störten allerdings die Strassen mit Autoverkehr, die kreuz und quer durch die Park führen. Der Park endet am Strand, dem Ocean Beach. Dort herrschte ein beträchtlicher (unter anderem kalter) Wind, der einem den Sand in die Ohren und Augen blies. Getrieben durch den unangenehmen Wind liefen wir relativ zügig zum Cliff House, einem Restaurant- und Eventhaus auf einem in der Nähe des Strandes liegenden Felsen. Wie so oft hier bei angesagten Plätzen, sollten wir auf einen Platz im Restaurant warten. Dazu hatten wir keine Lust und gingen von der Pazifikküste zurück in die Stadt. Es dauerte Ewigkeiten, ehe wir ein Café fanden. Wie schon früher im Blog erwähnt, ist hier alles mehr konzentriert. Ich hätte aber nicht gedacht, dass so nahe an der Küste gastronomisch so wenig los sein kann. 

Golden Gate Park

Am Abend trafen wir uns mit Barbara’s Internetbekanntschaft, Vladan aus Serbien, in einem vietnamesischen Restaurant. Vladan lebt schon über 10 Jahre in den USA und wir waren gesprächstechnisch sehr schnell bei Welt-Verbesserungs-Manipulations-Themen. Nach dem sehr guten Essen fuhr Vladan mit uns in ein Kneipenviertel, wo wir noch ein Bier tranken. In dem Pub war es extrem laut. Die Amis reden tendenziell lauter, was sich in dem Pub potenzierte, sodass ich mir manchmal die Ohren zuhalten wollte (und das soll schon was heißen). Vladan warnte uns zuvor vor der Lautstärke, aber einen solchen Lärm in einer Kneipe hätte ich echt nicht für möglich gehalten.

Alcatraz

07.04.11
Ein in San Francisco lebender Freund von Barbara empfahl die Nachttour zur Besichtigung der ehemaligen und berühmten Gefängnisinsel. Alcatraz-Touren sollte man schon im Voraus buchen, da die Insel ein starker Besuchermagnet ist und die Fähren meist ausgebucht sind. Während der Nachttour gibt es zusätzliche Informationen von Tourguides und Informationsangebote zu speziellen Themen auf der Insel. Den Hauptbestandteil des Besuchs bildet eine ca. 45minütige Audioguide-Tour durch das Zellenhaus. Den Audioguide gibt es zwar auch auf Deutsch, ich nahm aber trotzdem den englischen, da bei diesem alle Stimmen von ehemaligen Häftlingen oder Wärtern stammen. Dadurch hört man die original Stimmen und eventuell auch Emotionen. Auch wenn man viel über Alcatraz lesen kann, empfiehlt sich ein Besuch. Selber sehen, macht hier doch einen erheblichen Unterschied. Die Häftlinge auf der Insel (unter anderem auch der berüchtigte ‚Al Capone’) waren in Einzelhaft untergebracht und die Zellen waren extrem klein. Vom Audioguide erfuhren wir viel über das Leben auf der Insel und über Ausbruchsversuche. Ich fand die Nachttour schön, da die Insel dadurch eine realistischere Erscheinung bekam.

Alcatraz

Yosemite National Park

02./03.04.11
Während meines kurzen Kalifornienaufenthaltes vor 4 Jahren besuchte ich schon einmal kurz den Yosemite National Park. Damals war ich im Sommer dort und so begeistert vom Nationalpark, dass ich unbedingt noch einmal dorthin wollte. Der Nationalpark liegt allerdings in den Bergen, wo zurzeit noch reichlich Schnee liegen kann, wie man auf dem einen oder anderen Foto erkennen kann. Deshalb musste ich mich vorher auch reichlich im Internet informieren, welche Straßen befahrbar sind und ob man Schneeketten braucht. Ein im Internet verfügbarer ‚Yosemite Guide’ (Besuchsinformationsbroschüre) lieferte auch die nötigen Tipps, was man Anfang Frühling dort so unternehmen kann. Deshalb fuhren wir am Samstag zuerst in das Hetch Hetchy, ein Tal welches nicht so hoch liegt und deshalb zu dieser Zeit schneefreies Wandern erlaubt. Im Tal befindet sich ein großer Stausee, welcher die großen Städte (z.B. San Francisco) mit Trinkwasser versorgt. Von der Staumauer aus starteten wir unsere kurze Wanderung entlang des Sees. Zuerst mussten wir durch einen dunklen Tunnel laufen, wo ich ein wenig Wasser in die Schuhe bekam, da man die Pfützen am Boden aufgrund der Dunkelheit nicht erkennen konnte. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich aber noch nicht, dass die große Feuchtigkeit erst noch kommen sollte... Vom Pfad am See entlang hatte man eine herrliche Aussicht mit einem wunderschönen See-Berg-Panorama. Ab und zu sah man Wasserfälle, interessanterweise auf der Seite unseres Weges und ich überlegte schon, wie der Weg wohl daran vorbeiführen würde. Am ersten größeren Wasserfall angekommen bekam ich auch schon meine Antwort. Der Weg führte einfach mehr oder weniger durch den Wasserfall hindurch, das heißt, der Wasserfall flutete den Weg. Tja, was soll ich sagen, Umkehren war zu dem Zeitpunkt noch nicht angedacht und nach der Überquerung hatten wir die Schuhe erstmal richtig voll Wasser. Der spätere Ausblick entschädigte jedoch dieses kleine Übel und wir genossen das Panorama (der Rückweg war dann allerdings  erneut ‚erfrischend’). Leider mussten wir Hetch Hetchy um 17 Uhr verlassen, da die Strasse zum und aus dem Tal um diese Zeit geschlossen wird.
Auf dem Weg in das Yosemite Valley kamen  wir am Tuolumne Grove vorbei, einem Hain wo etliche der gewaltigen Riesenmammutbäume (Giant Sequoias) stehen sollten. Nach den gewaltigen Küstenmammutbäumen (Redwoods) wollte ich mir diese Giganten nicht entgehen lassen. Als ich am Parkplatz allerdings die 2 Meter hohe Schneewand sah, kamen mir Zweifel, ob man die eine Meile entfernten Sequoias überhaupt erreichen kann. Aber bei den Amis ist alles möglich und ich fragte deshalb ein am Parkplatz in voller Schneemontur im Schnee spielendes Mädchen, ob man die Mammutbäume zu Fuß erreichen könnte. Sie bejahte und beschrieb mir noch den Weg. Ich weiß nicht, ob sie glaubte, dass ich meine (immer noch nassen) Turnschuhe gegen Schneeschuhe eintauschen würde, aber nachdem ich 100 Meter bei jedem dritten Schritt knietief in den Schnee einsank gab ich die Wanderung zu den Riesenbäumen auf. Nachdem ich die Schneeklumpen aus meinen Turnschuhen entfernt hatte, ging es weiter Richtung Yosemite Valley, wo hoffentlich kein Schnee mehr liegen würde. Etwas Schnee lag immer noch im Tal, aber zum Glück nicht mehr 2 Meter hoch. Dafür kann man im Frühling die ausschließlich von der Schneeschmelze gespeisten Wasserfälle zu bewundern. Vor 4 Jahren im Sommer waren die Wasserfälle nur Rinnsäle, diesmal waren sie schon beeindruckender.
Als es dunkel wurde fuhren wir aus dem Nationalpark nach Mariposa zu unserem Motel, Mothers Lode Lodge. Die Unterkunft war sehr preiswert und das Zimmer mit 2 Queensize Betten (normales mitteleuropäisches Doppelbett), einem Kühlschrank, Klimaanlage und Bad normal ausgestattet. Allerdings war die Ameisengesellschaft am Morgen im Bett nicht so wünschenswert.
Hetch Hetchy

Nach einem ausgiebigen, deftigen Frühstück amerikanischer Art (Rührei mit Schicken) starteten wir am Sonntag Morgen wieder ins Yosemite Valley. Dort schauten wir uns diverse Wasserfälle an und machten eine Wanderung zum Mirror Lake, einem temporären See auf dem in früheren Zeiten Eis für die Kühlung von Lebensmitteln und Getränken ‚geerntet’ wurde. Das Wetter war herrlich und dementsprechend waren auch eine Menge Leute unterwegs, welche sich an bestimmten Stellen konzentrierten, da man zu dieser Zeit die meisten Wanderwege aufgrund des Schnees nicht begehen kann. Das Beeindruckende des Yosemite Valley kann man wirklich schwer beschreiben und auf den Fotos kommt die Weite schlecht rüber. Die Dimensionen sind einfach überwältigend! Leider konnten wir nicht zum schönsten Aussichtspunkt des Nationalparks, dem Glacier Point, fahren, da die Straße dorthin aufgrund des Schnees noch gesperrt war. Deshalb mussten wir uns mit dem zweitschönsten Aussichtspunkt, dem Tunnel View, zufrieden geben. Vom Tunnel View hat man einen herrlichen Blick in das Yosemite Valley. Auf dem Rückweg nach Berkeley hielten wir noch an einem riesigen abgebrannten Gebiet an. Gerippe toter Büsche standen auf aschehaltiger, trockener Erde und gaben dem Ganzen ein ewiges und zugleich endliches Erscheinungsbild.

Yosemite Valley