18.03.11
Früh wurden wir von einem Mitarbeiter der Autovermietung abgeholt und zur Autovermietung gebracht. Ich reservierte diesmal bei einer entfernteren Filiale von ‚Enterprise Rent-A-Car’ ein Auto, da sie bei der Filiale um die Ecke 70 statt der üblichen 45 Dollar pro Tag anboten. Der Hol- und Bringservice ist kostenlos. Wir wurden von der ‚Economy’-class (kleinste Autovariante) zur ‚Business’-class upgegradet, da sie kein Economy-class Auto mehr hatten. Der Grund für die starke Nachfrage an Autos an diesem Wochenende ist wohl eine Woche ‚Spring Break’ (Frühlingsferien) der Universität. Viele Studenten mieteten sich ein Auto, um in die Natur zu fahren.
Auf ging es Richtung Death Valley, genauer gesagt zu unserer Unterkunft in Lone Pine, ein kleiner Ort ‚nur’ 2 Stunden Autofahrt vom Death Valley entfernt. Nähere Unterkünfte, beziehungsweise die Unterkünfte im Death Valley waren entweder ausgebucht oder zu teuer, da luxuriös. Die Fahrt führte durch beeindruckende Landschaft. Wir fuhren durch ein tief eingeschnittenes Tal des Sequoia National Forest and einem Lake Isabella vorbei und kamen in das Indian Wells Valley. Zur linken Seite säumten schneebedeckte Berge die Straße und zur Rechten erstreckte sich kilometerweit ein ausgetrockneter Salzsee (China Lake). Der Wind von den Bergen war so heftig im Tal, das Wohnmobilfahrer vom Befahren der Strasse abgeraten wurde. Das Auto wackelte auch relativ stark und ich musste mich ganz schön konzentrieren, um das Auto in der Spur zu halten. Plötzlich fühlte ich mich so klein und den Naturgewalten völlig ausgeliefert. Der Wind trieb auch das Salz des Salzsees in der Nähe von Lone Pine (Owens Lake) durch die Luft und das Tal versank in einen weißen Dunst als ob es irgendwo brennen würde.
Nach ca. 8 Stunden erreichten wir unser Historical Dow Hotel in Lone Pine. Nach dem Einchecken in unserer sehr preiswertes Zimmer (ca. 50 Dollar pro Übernachtung, umgerechnet ca. 18 Euro pro Person) gingen wir etwas essen. Die Restaurants in dem relativ kleinen Ort waren voll mit gestrandeten Leuten. Da es zwei Orte weiter nördlich einen starken Brand gab, dem auch etliche Häuser zum Opfer gefallen sind, konnten die Leute nicht weiterfahren, da dies die einzige Strasse Richtung Norden war. Viele der Reisenden suchten nun eine Unterkunft in Lone Pine. Zum Glück hatte ich unser Zimmer schon vorher reserviert.
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| Auf dem Weg nach Death Valley |

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