Freitag, 25. März 2011

Death Valley

19.03.11
Der Morgen in Lone Pine war herrlich klar, aber auch kalt und windig. Nach dem Auschecken machten wir uns auf den Weg ins Death Valley. Zuvor mussten wir aber erst ein anderes Tal, das Panamint Valley, durchqueren. Schon die Fahrt durch die Berge war beeindruckend und ich war gespannt auf das Death Valley.
Nach ca. 3 Stunden Fahrt kamen wir dort an, bezahlten unseren Eintritt in einem kleinen Besucherzentrum beim Ort Stovepipe Wells. Ganz in der Nähe war auch schon der erste Besuchermagnet, ein relativ großes Gebiet mit Sanddünen. Wir zogen unsere Schuhe aus und gingen in dieses Gebiet. Natürlich wollte ich die größte der Dünen besteigen. Die Temperatur war recht warm im Death Valley, aber der Wind war beträchtlich und bließ die Wärme aus dem Körper. Dabei liest man immer nur von dem extrem heißen Death Valley. Das mag ja vielleicht im Sommer zutreffen, aber zu unserer Besuchszeit war ich mit einem Pullover und einer Jacke recht gut bedient.
Nach den Sanddünen kamen wir an einem Besucherpfad durch ein Salzgewässergebiet (Salt Creek Trail) vorbei. Dort konnte man zu dieser Zeit die Paarung eines kleinen, an das extrem salzhaltige Wasser angepassten, Fisches (Pupfish) in einem Bach beobachten. An dem Holzstegpfad waren Informationstafeln über den Lebenzyklus des kleinen Fisches angebracht. Und das gute war, dass man das dargestellte Verhalten des Fisches auch tatsächlich an Ort und Stelle beobachten konnte.
Danach fuhren wir zum Hauptbesucherzentrum in Furnace Creek, um dort etwas zu essen. Wir entschieden uns für ein recht teures, aber recht schlecht schmeckendes Sandwich, um nicht viel Zeit zu verlieren.
Als nächstes machten wir eine kleine Wanderung im Golden Canyon, ein recht kleiner Canyon deren Schlucht zum großen Teil mit gelblichen Hängen umgeben ist. Es war schon beeindruckend, da es hinter jeder Ecke etwas Neues zu sehen gab. Verschiedene Felsformationen in verschiedenen Farben, kleine Seitenschluchten und am Ende eine rote ‚Felsorgel’.
Nach einer Stunde waren wir wieder zurück und fuhren als nächstes zum Devils Golf Course, einem wirklich schwer zu beschreibenden Naturphänomen. Weiträumig sehr eben, ist es auf kleiner räumlicher Skala sehr uneben. Salzkristalle bilden zusammen mit dem Boden unwirtliche, scharfkantige Erhebungen. Der Name stammt von einem Spruch des Entdeckers, der sinngemäß ungefähr folgendes besagt: „Nicht einmal der Teufel würde auf solch einem Gelände Golf spielen!“. Dem kann ich nur zustimmen.
Danach fuhren wir zum Badwater Basin, dem niedrigsten Punkt in den USA mit ca. 86 Metern unter dem Meeresspiegel. Die ganze Ebene ist mit einer dicken Salzkruste überzogen. Man hatte das Gefühl, über einen zugefrorenen See zu laufen. Nur die Leute mit den Flipflops holten Einen wieder in die Realität zurück.
Wieder runter vom ‚Eis’ fuhren wir eine enge Einbahnstrasse durch ein malerisch schönes hügeliges Gelände. Die Hänge der Hügel hatten alle möglichen Farben von blau, grün, gelb, rot, orange bis braun. Den Höhepunkt auf dem Artists Drive war dann die Artists Palette, eine kondensierte Ansammlung besonders bunter Hügel.
Es war kurz vor Sonnenuntergang als wir am Zabriskie Point, einem sehr schönen Aussichtspunkt, ankamen. Man konnte weit ins Tal und auf eine Reihe bizarrer Hügelformationen schauen. Es war ein unwirkliches, surreales Bild, schwer zu beschreiben und auch die Fotos geben nicht die Weite und Größe wieder.
Als letztes fuhren wir mit dem Auto eine unbefestigte Strasse durch den Twenty Mule Team Canyon. Bei manchen Steigungen wünschte ich mir schon fast einen Jeep. Die untergehende Sonne bestrahlte die gelben Hügel so stark, dass man das Gefühl hatte auf pures Gold zu sehen.

Death Valley

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