15.07.12
Früh
am Morgen kam Tündi, eine ehemalige Schulfreundin von Barbara, in
Kyoto an. Sie kam mit dem Nachtbus von Tokyo, wo sie lebt, arbeitet
und studiert. Wir frühstückten in einer Touristen-Bar und machten
uns dann auf den Weg nach Ost-Kyoto, den traditionell erhaltenen Teil
der alten Kaiserstadt. Im Osten Kyotos gibt es neben einigen
berühmten Tempeln auch eine Unmenge von kleineren Tempeln und
Schreinen, wovon jeder seinen eigenen individuellen Charme besitzt.
Wir begannen mit dem Sanjusangen-doTempel, in dessen Haupthalle die Tausendarmige Kannon, eine große
Statue mit sehr vielen Armen, von 1001, im Detail
unterschiedlichen, lebensgroßen Statuen umgeben ist. Die 1001 in
regelmäßigen Reihen angeordneten Statuen sind aus Zypressenholz und
vollständig vergoldet. Das war wirklich beeindruckend. Leider war
auch dort Fotomachen nicht erlaubt.
Nach dem Tempel
schlenderten wir weiter durch die Strassen Ost-Kyotos und stießen
auf ein Paar Maikos.
Maikos sind Auszubildende der Geishas, den traditionell japanischen
Unterhaltungskünstlerinnen. Danach kamen wir zum RyozenKannon, einer Anlage zum Gedenken an die japanischen Gefallenen des
2. Weltkriegs. Die riesige Buddha-Statue auf dem Gelände ist 24
Meter hoch und wiegt ca. 500 Tonnen!
Danach
schlenderten wir weiter in Ost-Kyoto herum und erkundeten noch andere
eher unbekannte Tempel. Diese waren dann wenigstens nicht so
überlaufen von all den Touristen, wie wir selbst. Mit Tündi hatten
wir auch endlich jemanden, der die Sachen verstehen und übersetzen
konnte. Auch sonst erzählte Tündi uns fiele interessante Sachen
über die Japaner und deren Kultur. Außerdem zeigte sie uns noch die
ein oder andere kulinarische Köstlichkeit, die wir sonst
wahrscheinlich verpasst hätten. Ok, die Eiscreme mit dem gemahlenen
Grüntee (Matcha-Eis) hatten wir schon vorher probiert. Mein Fall ist
es nicht, aber Barbara mag es.

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