Samstag, 18. August 2012

Im Osten Kyotos - Teil I

15.07.12
Früh am Morgen kam Tündi, eine ehemalige Schulfreundin von Barbara, in Kyoto an. Sie kam mit dem Nachtbus von Tokyo, wo sie lebt, arbeitet und studiert. Wir frühstückten in einer Touristen-Bar und machten uns dann auf den Weg nach Ost-Kyoto, den traditionell erhaltenen Teil der alten Kaiserstadt. Im Osten Kyotos gibt es neben einigen berühmten Tempeln auch eine Unmenge von kleineren Tempeln und Schreinen, wovon jeder seinen eigenen individuellen Charme besitzt. Wir begannen mit dem Sanjusangen-doTempel, in dessen Haupthalle die Tausendarmige Kannon, eine große Statue mit sehr vielen Armen, von 1001, im Detail unterschiedlichen, lebensgroßen Statuen umgeben ist. Die 1001 in regelmäßigen Reihen angeordneten Statuen sind aus Zypressenholz und vollständig vergoldet. Das war wirklich beeindruckend. Leider war auch dort Fotomachen nicht erlaubt.
Nach dem Tempel schlenderten wir weiter durch die Strassen Ost-Kyotos und stießen auf ein Paar Maikos. Maikos sind Auszubildende der Geishas, den traditionell japanischen Unterhaltungskünstlerinnen. Danach kamen wir zum RyozenKannon, einer Anlage zum Gedenken an die japanischen Gefallenen des 2. Weltkriegs. Die riesige Buddha-Statue auf dem Gelände ist 24 Meter hoch und wiegt ca. 500 Tonnen!
Danach schlenderten wir weiter in Ost-Kyoto herum und erkundeten noch andere eher unbekannte Tempel. Diese waren dann wenigstens nicht so überlaufen von all den Touristen, wie wir selbst. Mit Tündi hatten wir auch endlich jemanden, der die Sachen verstehen und übersetzen konnte. Auch sonst erzählte Tündi uns fiele interessante Sachen über die Japaner und deren Kultur. Außerdem zeigte sie uns noch die ein oder andere kulinarische Köstlichkeit, die wir sonst wahrscheinlich verpasst hätten. Ok, die Eiscreme mit dem gemahlenen Grüntee (Matcha-Eis) hatten wir schon vorher probiert. Mein Fall ist es nicht, aber Barbara mag es.

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