Samstag, 25. August 2012

Im Osten Kyotos - Teil II

16.07.12
Ein weiterer Sightseeingtag mit Barbaras Freundin im Osten Kyotos war geplant. Wir trafen uns mit Tündi am Hauptbahnhof und fuhren mit dem Bus zum Ginkakuji Tempel, dem Silbernen Pavillon. Der Silberne Pavillon ist nicht, ähnlich dem Goldenen Pavillon, mit Silber verkleidet. Ursprünglich war das vom damaligen Herrscher geplant, doch nach dessen vorzeitigen Ableben wurde das ‚Silber‘-Projekt nicht mehr fertiggestellt. Trotzdem ist der Silberne Pavillon einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Wahrscheinlich liegt das an seinem sehr schön angelegten Garten.
Danach schlenderten wir den Philosophenweg entlang, welcher an einem mit Kirschbäumen gesäumten Kanal entlang läuft. Der Name geht auf einen berühmten japanischen Philosophen und Universitätsprofessor des 20. Jahrhunderts zurück, welcher den Weg für die tägliche Meditation genutzt haben soll. Der Weg soll besonders zu Kirschblüte wunderschön sein. Aber auch zu unserer Zeit gab es einige interessante Sachen am Wegesrand zu entdecken.
Danach wollten wir uns noch den Kaiserpalast im Zentrum der Stadt anschauen. Leider waren die kaiserlichen Gebäude an diesem Tag komplett geschlossen (evtl. wegen hochrangigem Besuch) und nur der Park war zugänglich. Die Sonne schien und es herrschte eine für Mitteleuropäer extrem drückende Hitze. Wir beschlossen deshalb, zum Kamo-Fluss zu fahren und uns dort am Ufer auszuruhen. Am Kamo konnten wir auch ein paar Tiere beobachten, die man inmitten der Stadt nicht unbedingt erwarten würde.
Nicht weit vom Kamo entfernt befindet sich der Stadtteil GION. Dort war ganz schön was los, da momentan das GION-Festival stattfand. Die Straßen waren zum Brechen voll. Im GION-Distrikt konnten wir Straßenvorführungen und auch richtige Geishas sehen. Wir hielten uns jedoch nicht sehr lange dort auf, da Tündi uns noch den Fernsehturm von Kyoto, den Kyoto-Tower, bei Nacht zeigen wollte. Kyoto ist wie jede Großstadt ordentlich beleuchtet und man konnte mit kostenlosen Spektiven in alle Richtungen spähen. Danach mussten wir uns leider von Tündi verabschieden, da sie mit dem Nachtbus wieder zurück nach Tokio fuhr.

Ost-Kyoto II

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