Dienstag, 8. März 2011

Monterey Bay Aquarium & Autofahren

05.03.11
Früh mieteten wir also zum ersten Mal ein Auto bei ‚Enterprise Rent-A-Car’ und fuhren über Santa Cruz nach Monterey. Dort besuchten wir das Monterey Bay Aquarium, eines der populärsten Aquarien in den USA. Leider war das Aquarium, wahrscheinlich aufgrund des Samstages, etwas überfüllt. Im Aquarium haben sie viele schöne Sachen für Kinder und man kann an verschiedenen Stellen auf eine Terrasse gehen, von der man einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht von Monterey hat. Auf den Felsen in der Bucht kann man Seelöwen oder Vögel beobachten. Weiter entfernt im Wasser sahen wir sogar Seeotter, welche auch eine Attraktion im Aquarium sind. Zu sehen war auch eine gute Sonderausstellung über den Klimawandel und dessen Folgen auf die Meeresbewohner. Nach dem Aquarium schauten wir uns noch ein wenig in Monterey um. In dem Ferienort gab es noch die Fisherman’s Dwarf, eine Art Hafenpromenade mit vielen Shops und (Fisch-)Restaurants.

Monterey Bay Aquarium

Nach der zweistündigen Rückfahrt wollte ich in Berkeley tanken und stieß auf ein Problem. Es wollte kein Benzin aus der Tankpistole kommen. Nach einem Wechsel der Tankstelle und vergeblichen weiteren Versuchen an verschiedenen Zapfsäulen, entschied ich mich dann doch mal jemanden zu fragen. Das Problem war dann relativ schnell gelöst. Wenn man nicht mit der Kreditkarte direkt an der Zapfsäule bezahlt (was bei mir nicht funktionierte), muss man beim Kassierer vorher eine bestimmte Summe bezahlen. Mensch, kein Vertrauen haben die Leute hier ;-)=
Das Autofahren ist hier relativ einfach. Gefahren wird mit Automatik, was manchmal zur Konfusion des linken Fußes führen kann, wenn dieser mal wieder vergeblich die Kupplung sucht. An die Kreuzungen mit den all-way-Stops muss man sich ein wenig gewöhnen, da an diesen jedes Auto erstmal halten muss und dann derjenige zuerst fährt, welcher zuerst an der Kreuzung war. Ansonsten sind die Fahrregeln sehr ähnlich zu denen in Deutschland.

Fahrradkauf und Theater

04.03.11
Ich suchte weiter nach einem gebrauchten Fahrrad im Internet und verabredete mich mit einer Frau auf dem Universitätscampus gegen 3 Uhr. Was hier ‚gegen 3 Uhr’ bedeutet musste ich erfahren, nachdem ich fast eine Stunde am vereinbarten Treffpunkt gewartet hatte. In der Wartezeit hatte ich noch kurz eine verbale Auseinandersetzung mit einem entweder verwirrten älteren Mann oder einem Alkoholiker. Ich zog es vor, mich von ihm zu entfernen und meine Wartezeit auf dem Rasen des Uni-Campus zu verbringen. Das Fahrrad war zwar etwas klein, dafür aber wirklich neu. Ich zahlte nur 90 Dollar dafür und fuhr zum nächsten Shop, um ein Schloss dafür zu kaufen. Dieses kostete mit ca. 39 Dollar fast halb so viel wie das Fahrrad! Nun haben wir zumindest erstmal ein Fahrrad, das Zweite wird dann später organisiert.
Abends gingen Barbara und ich kurz zum McGee-Haus, da dort eine Französin ihre Abschiedsfeier veranstaltete. Sie war ca. 5 Jahre hier in Berkeley und geht nun wieder zurück nach Frankreich. Ich unterhielt mich dort unter anderem mit einer Holländerin, welche hier schon eine ganze Weile an der Uni arbeitet, über die ‚Sendung mit der Maus’. Leider konnten wir nicht lange dort bleiben, da ich Tickets für eine Theaterveranstaltung an der Uni gekauft hatte. Das Stück ‚I Dream of Chang and Eng’ über das Leben der tatsächlichen siamesischen Zwillinge Chang und Eng Bunker war mit ca. 3 Stunden Laufzeit (2 mal 10 min Pause) zwar recht lang, aber wirklich unterhaltsam:

Freitag, 4. März 2011

Weg mit dem Dreck!

03.03.11
Ich reservierte einen Mietwagen für Samstag, mit welchem wir zur Küste nach Santa Cruz und Monterey fahren wollen. In Monterey werden wir vorrausichtlich das Monterey Bay Aquarium besuchen.
Am Abend fingen wir an die Wohnung zu putzen. Barbara findet die Wohnung nicht sauber genug und ich muss ihr Recht geben, obwohl meine Hemmschwelle für Schmutz deutlich höher ist. Vor allem die Küche und das Bad bedürfen einer Grundreinigung. Wir fingen mit der Küche an. Es wurde geschubbert, gewischt und gesaugt... aber der Dreck war so hartnäckig, dass wir die Küche nicht ganz schafften.
Abends aßen wir mit Ven, unserem Vermieter und Mitbewohner, Abendbrot. Wir stellten eine Kürbissuppe bereit, er einen Salat und Brot (dieses sah zwar gut aus, war aber wieder mal weich und süß im Geschmack). Wir unterhielten uns über Einkaufsmöglichkeiten, unsere Jobs, Unterschiede zwischen den Ländern, usw.

Obdachlosigkeit und Erwachen des ökologischen Bewusstseins

02.03.11
In der Nacht und den frühen Morgenstunden regnete es relativ stark, was man deutlich am Prasseln des Regens auf dem Dach vernehmen konnte. Ich stand früh auf und ging mal wieder joggen (hab ich bisher fast jeden 2. Tag durchgezogen!). Auf meinem Weg kam ich an einem kleinen Park vorbei in dem ich etliche Obdachlose sah. Diese lagen unter Bäumen in ihren Schlafsäcken oder versuchten irgendwo im Trockenen zu stehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bäume während des Schlafens viel Schutz gegen den Regen geboten haben. Jetzt wird es also Zeit über die weniger schönen Dinge im Sonnenland Kalifornien zu sprechen:
Man sieht hier viele Obdachlose und in den geschäftigen Strassen demnach auch viele Leute die betteln. Es ist ja generell bekannt, dass es hier in den USA kein wirkliches Sozialleistungssystem gibt. Die Leute hier auf der Strasse haben keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung und können nicht zum Arzt gehen, weil sie wahrscheinlich keine Krankenversicherung haben. Manche von ihnen sehen echt mitgenommen aus. Die Gesellschaft hier (und auch zunehmend in Europa) argumentiert ja immer gern mit: „Alles ist möglich, wenn man nur will“ oder „Jeder ist des eigenen Glückes Schmied“. Aber ist das wirklich immer so, wenn im Zuge der (Welt-)Wirtschaftskrise Tausende hier ihren Job in den Fabriken verlieren und am Ende auf der Strasse landen? Ich möchte hier nicht weiter ausholen und euch mit meinen Gedanken bezüglich des absehbaren Scheiterns des Kapitalismus als Gesellschaftssystems langweilen.
Es gibt auch positive Bestrebungen in den USA, in Bezug auf ökologisch sinnvolles Verhalten vor allem hier in Kalifornien. In Berkeley sehe ich viele Leute Fahrräder benutzen, es gibt Car-Sharing (Leute teilen sich Autos), ein Recycling System und Restaurants mit vielen vegetarischen Gerichten. Es gibt auch Bestrebungen im größeren Rahmen, z.B. sollen keine neuen Ölbohrinseln vor der Küste Kaliforniens gebaut werden. Zu den einzelnen Sachen schreibe ich später vielleicht mehr.

Nachmittag traf ich mich mit dem Typ, welcher mehrere gebrauchte Fahrräder über das Internet anbot. Der Typ kam echt suspekt rüber und die Fahrräder waren auch nicht so besonders. Ich nahm erst mal kein Fahrrad von ihm und werde evtl. später noch mal darauf zurückkommen. Am späten Abend zogen wir dann in unsere neue Wohnung um. Eigentlich wollte uns Neo mit seinem Auto dorthin fahren, aber er organisierte uns stattdessen ein Taxi.

Gebrauchtes Fahrrad gebraucht

01.03.11
Ich beschäftigte mich ein wenig mit der Suche nach gebrauchten Fahrrädern im Internet. Ich fand nur wenige Fahrräder in Berkeley. Und seltsamerweise wurden die meisten davon auch noch von ein und derselben Person angeboten. Das bemerkte ich aber erst, als ich schon die dritte SMS an die gleiche Nummer verschickt hatte. Schon ein bisschen merkwürdig, sagt mir mein kriminalistischer Sinn. Außerdem stattete ich ein paar Bike-Shops einen Besuch ab. Bei denen sind die gebrauchten Fahrräder aber relativ teuer (> 100 Dollar). Und ich suche aber Fahrräder bis zu 100 Dollar.

Mittwoch, 2. März 2011

Die neue Wohnung

28.02.11
Am Vormittag besichtigten Barbara und ich eine Wohnung, besser gesagt ein Zimmer in einer Wohnung. Die Küche und das Bad müssen mit dem Vermieter geteilt werden. Der Vermieter, Ven, ist Inder und ein echt sympathischer Typ. Das große Zimmer mit Parkett, einem Bett, einer Couch und einem Schreibtisch gefiel uns (Fotos folgen noch) und wir wollten es nehmen.

Unterkunft - Oxford street

Wieder in der alten Wohnung arbeiteten wir den Tag über und gingen am Abend noch mal zur Wohnung von Ven, um die Miete für das Zimmer festzulegen und die Bezahlung zu regeln. Wir unterzeichneten einen vorläufigen Mietvertrag und Neo (der Chef von Barbara hier) bezahlt erst einmal die Miete (1200 Dollar pro Monat). Mein Anteil an der Miete hängt dann von meinem Beitrag an dem Projekt von Barbara und Neo ab, d.h. mit meiner eventuellen Arbeit am Projekt kann ich eventuell meine Mietkosten verringern.

Uni-Campus & Botanischer Garten

27.02.11
Barbara hatte am Vormittag ihre erste Stunde bei ihrer neuen Tanzlehrerin für einen speziellen indischen Tanz, Bharatanatyam. Hier mal ein Beispielvideo:

Wir trafen uns Mittag im Gourmet-Ghetto von Berkeley und schauten uns nach einem leckeren Burito gemeinsam den schönen grünen Universitätscampus an. Von dort bestiegen wir einen Berg auf dem auch einige Vorschungslabors stationiert sind. Vom Berg hatte man einen herrlichen Ausblick auf Berkeley und die dahinterliegende Bay (Bucht). Eigentlich wollten wir zum Botanischen Garten, den ich auf dem Berg vermutet hatte. Dort war aber kein Weiterkommen. Also hieß es den Berg wieder runter und den nächsten Berg wieder rauf. Schließlich fanden wir den Botanischen Garten welcher mit einem Eintrittspreis für Studenten von 7 Dollar (normal: 9 Dollar) nicht gerade preiswert aber sehr schön angelegt war. Er war wirklich sehr gut beschildert und nach Kontinenten oder Regionen angeordnet.

Uni-Campus & Botanischer Garten

Am Abend, wie auch schon am Vormittag, schauten wir nach einer neuen Bleibe im Internet. Im jetzigen, zwar sehr schönen aber doch auch teuren Studio können wir nur bis zum 3. März bleiben. Die Zeit ist also reif, sich nach etwas Neuem umzuschauen.